Zur Startseite
  • Aktuelles
  • Termine

Projekte

Artenreich-Saum am Speicherseeweg

Gemeindeblatt-Artikel

Landesgartenschau Kirchheim 2024

Merlin

25/02/09  Ein wunderschön gefärbtes Männchen saß auf einer Baumspitze in einem Gehölz im Aschheimer Moos. Unter sich der "Speisesaal", ein Sonnenblumenfeld mit Hunderten von Finken, überwiegend Hänflingen. Plötzlich flog er ab, doch nicht dahin, wo seine potentielle Beute war, sondern nach hinten, wo kein Fink zu sehen war. Am Abend sah ich ihn noch einmal. Wieder flog er nach hinten ab, als wenn er - gut gesättigt - auch diesmal kein Interesse an einem Finkenmahl hätte.

18/11/08  Man sieht einen Merlin nicht alle Tage. Seine Beobachtung zählt zu den Highlights eines Beobachtungstages. Das ist begründet durch das seltene Erscheinen im Winter und durch seine Jagdmethode mit hoher Geschwindigkeit bei niedrigster Flughöhe über dem Gelände. Als bevorzugter Ansitz gilt eine einfache Ackerscholle. Zufällig entdeckte ich an diesem Tag ein Weibchen auf einem Baumwipfel im Aschheimer Moos. Verblüffend war, daß der Vogel bald von wechselnden Finkenschwärmen umringt war, die ihn teils umflogen, teils sich aber auch um ihn herum in die Bäume setzten. Das schien ihn überhaupt nicht zu berühren. Man muß aber wissen, daß jeder dieser Finken potentielle Beute für den Merlin ist. Es schien fast, daß hier die volatile Variante von "Essen auf Rädern" demonstriert wurde, nämlich Fressen auf Flügeln. Übrigens entpuppte sich dann ein Sperber als Ursache für die Unruhe unter den Finken. Wenn sich in den Sonnenblumenfeldern die Finken zu hunderten zusammenfinden, sind natürlich auch ihre Verfolger nicht weit.