In diesem Glossar werden wichtige Begriffe aus Natur und Umwelt erläutert, insbesondere für Jugendliche. Es wird nach und nach erweitert. Basis ist das Jugend-Minilexikon des Bayrischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen.

Abwasser.  Täglich werden große Mengen Wasser in Haushalten zum Waschen, Baden, Kochen, zur Toiletten-Spülung, in Industrie- Handwerks- und Gewerbebetrieben verbraucht. Diese Abwässer werden durch die Kanalisation in eine Kläranlage geleitet, wo sie mechanisch durch Rechen und Siebe, biologisch und zum Teil auch chemisch gereinigt werden. Die gereinigten Abwässer werden in die sogenannten Vorfluter (z.B. Bach, Fluß) geleitet. Ohne diese Abwasseraufbereitung wären die Flüsse und Seen völlig verschmutzt und vergiftet. Als Abwasser gilt auch das abfließende Regenwasser, das zum Teil aber auch über Sickergruben dem Grundwasser zugeleitet wird.

Atmosphäre nennt man die Lufthülle, die unserer Erde umgibt. Sie besteht aus Stickstoff (ca. 78 %) und Sauerstoff (ca. 21%) sowie Spurengasen. Außerdem enthält sie Staub und Wasser, das sie aus der Verdunstung der Meere, Seen und Flüsse aufnimmt und bei einem bestimmten Sättigungsgrad als --> Niederschlag an die Erde zurückgibt. Bedeutsam ist auch das in der oberen Atmosphäre enthaltene --> Ozon.

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Beim Bau von Straßen, Siedlungen und Gewerbegebieten kommt es zu Eingriffen in Natur und Landschaft. Zum Ausgleich bzw. Ersatz von Beeinträchtigungen eines --> Biotops kann die Umweltbehörde (Regierung, Landratsamt) anordnen, daß an anderer Stelle ein neues Biotop angelegt wird. Diese Ausgleichsmaßnahmen sind ökologisch notwendig und daher nach dem Naturschutzgesetz vorgeschrieben.

Auwälder wachsen entlang den Flußläufen und stehen zeitweise unter Wasser. Sie gehören zu den wenigen noch naturnahen, von den Menschen kaum veränderten Landschaftsteilen und sind für viele selten gewordene Pflanzen und Tiere zu einer letzten Zufluchtsstätte geworden. Häufigste Baumarten in den Auwäldern sind Eschen, Weiden, Ulmen, Ahorne und Eichen. Für den Menschen sind die Auwälder ein wichtiges Trinkwasserreservoir. Stark gefährdet sind die Auwälder durch Kiesabbbau, Ausdehnung landwirtschaftlicher Nutzflächen und den Aufstau von Flüssen.

Biotope sind einheitliche, gegen benachbarte Gebiete gut abgegrenzte Lebensräume, in denen ganz bestimmte Tier- und Pflanzenarten in einer --> Biozönose leben. Beispiele für Biotope sind Wälder, Seen, Tümpel, Höhlen, Moore oder auch Wiesen. In diesen Lebensräumen bildet sich durch die gegenseitige Abhängigkeit und Beeinflussung von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen mit der unbelebten Umwelt ein biologisches Gleichgewicht heraus.

Biotopverbund. Räumliche Verbindung (Vernetzung) von --> Biotopen, um den auf diese Lebensräume angewiesenen Tier- und Pflanzenarten Ausbreitung und Austausch zu ermöglichen. Bei der Verbindung der einzelnen Biotope untereinander kommt es darauf an, daß die dazwischen liegenden Acker-, Wiesen- und Waldflächen möglichst naturverträglich genutzt werden.

Biozönose nennt man die Lebensgemeinschaft aller in einem bestimmten --> Biotop lebenden Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen. Sie sind voneinander abhängig und stehen mit der unbelebten Umwelt in Wechselbeziehungen. Beispiel: die Lebewesen in einem See, wie Algen, Wasserflöhe, Fische.