Fläche des Naherholungsgebietes Heimstettner See verdoppeln

Stellungnahme und Vorschlag der BN-Ortsgruppe


Es gibt derzeit erfreuliche Wort- und Pressemeldungen zum Thema

„Bedeutung und Weiterentwicklung des Naherholungsgebietes Heimstettner See“:

Ein guter Anlass, unseren in der BN-Ortsgruppe seit einiger Zeit entwickelten Vorschlag zu diesem Thema vorzustellen.


Das Naherholungsgebiet Heimstettner See liegt im Schnittpunkt der 3 Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim-Heimstetten.

Als BN-Ortsgruppe für diese 3 Gemeinden interessiert uns dieses Gebiet besonders.



Unser Vorschlag lautet:

Verdoppelung der Fläche, mit Anteilen von allen 3 Gemeinden, die entsprechend von dieser Maßnahme profitieren.



Gute Gründe für die Vergrößerung des Naherholungsgebietes gibt es sehr viele:

In unseren Gemeinden geht in jedem Jahr die Pro-Kopf-Fläche für Natur, Naherholung, umweltfreundliche Mobilität (Radwege) zurück.

Deshalb müssen derartige Flächen neu und zusätzlich angelegt werden.


Dabei sind es sehr oft oft die gleichen Flächen, die für alle drei Problemthemen


- Fläche für Natur


- Fläche für Naherholung


- Fläche für Radwege


große Fortschritte bringen können.


Der Heimstettner See ist dafür ein gutes Beispiel, wie wir im Folgenden zeigen:



Fläche für Natur:


Durch eine Verdoppelung der Fläche des Naherholungsgebietes mit entsprechender Bepflanzung entsteht für Tier- und Pflanzenarten, die gefährdet und an den Rand gedrückt sind, ein erheblich wertvollerer Lebensraum als bisher.


Es wäre außerdem möglich, einen Anteil der Fläche als Natur-Rückzugsraum anzulegen, mit Akzeptanz der Bevölkerung.



Fläche für Naherholung:


Dies ist die Hauptmotivation für die Verdoppelung der Fläche. Jeder Bürger in unseren Gemeinden und darüber hinaus hat das Bedürfnis und das Anrecht, sich zu erholen, ohne weit fahren zu müssen.

Erholung im Grünen ist für den Menschen - auch aus medizinischer und wissenschaftlicher Sicht – lebenswichtig und ein Zuwachs an Lebensqualität.

Durch den ständigen Bevölkerungszuwachs in unseren Gemeinden müssen entsprechende Naherholungsgebiete neu angelegt werden.


Darüber hinaus profitiert wiederum die Natur erheblich davon, wenn Erholungssuchende zum nahgelegenen Heimstettner See zu Fuß, per Rad oder notfalls per PKW gehen und fahren,

anstatt zu weiter entfernten für die Natur immer wichtiger werdenden Rückzugsräumen wie Speichersee oder Alpen.



Fläche für Radwege:


Um mit dem von uns Menschen verursachten und immer weiter steigenden Verkehr fertig zu werden, müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Es gibt nicht nur den Durchgangsverkehr auf der A99, sondern auch erheblichen innerörtlichen und regionalen Verkehr, der zu einem kleinen aber unterschätzten Teil durch den Radverkehr verringert werden kann.


Zusätzlich ist Radfahren nicht nur umweltfreundlich, sondern steigert erheblich die Lebensqualität derjenigen, die es erst einmal „auf das Radl geschafft“ haben.


Wer eine etwas längere Strecke mit dem Rad fährt weiß es sehr zu schätzen, wenn mindestens ein Teil davon auf gut geplanten Wegen durch einen Grünzug führt.


Ein hochwertiges Wegekonzept für das Naherholungsgebiet Heimstettner See ist aus Radfahrersicht wertvoll für


- die umweltfreundliche Anfahrt zum Heimstettner See


- die Anfahrt der Schüler zu den weiterführenden Schulen in Aschheim und Kirchheim- Heimstetten


- den innerörtlichen Verkehr (Wege zur Arbeit, Besuche, kleinere Einkäufe)


- den (über-) örtlichen Verkehr (Wege zur Arbeit, Radtouren)




Aus allen diesen Gründen schlagen wir vor,


- dass die Verantwortlichen tätig werden, die Verdoppelung der

Naherholungsfläche Heimstettner See zu entwickeln und umzusetzen


- dass die Bürger sich entsprechend mit ihren Vorstellungen einbringen.


Als BN-Ortsgruppe freuen wir uns über jeden Fortschritt in diese Richtung und engagieren uns, dass dieses Projekt, das viele Beteiligte betrifft, umgesetzt wird.

 

 

 

 

Der BAUMA-Parkplatz in Feldkirchen

Im Winter 2010-2011 wurde der neue BAUMA-Parkplatz in Feldkirchen fertig gestellt - ein Versuch, diesen nur sporadisch genutzten Messeparkplatz primär als Magerrasen-Biotop mit frisch gepflanztem Baumbestand zu nutzen.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung dieses besonderen Biotops fotografisch - auch als ein Beipiel nutzbringender Tätigkeiten des Bund Naturschutz - vor allem deshalb, weil die Anlage unter Umständen ein Kompromiss zwischen weiterer Flächenversiegelung und Natur/Naturschutz sein könnte. Der BAUMA-Parkplatz wird nur alle 3 Jahre während der BAUMA geöffnet. In der Zeit zwischen zwei BAUMA's dient er entsprecheden Pflanzen und Tieren als wertvolles Magerrasen-Rückzugs-Gebiet - etwa wie in Teilen der Garchinger Heide. Eine hoffentlich positive Erfahrung könnte in Zukunft ähnliche Projekte auslösen. Natürlich sehen auch wir die vorübergehende PKW-Nutzung sehr kritisch. Aber Naturschutz ist auch im 21. Jahrhundert immer noch die Suche nach dem Kompromiss.

Fotografisch verfolgt unsere Kollegin, Frau Barbara Hampl, dieses Projekt:

  Dokumentation Bauma-Parkplatz

Viel Freude an den sehr eindrucksvollen Naturfotos!

Aktuelles Thema: Die Vernetzung der Heckenbiotope

Lücken in den Heckenbiotopen werden in Abstimmung mit den Landwirten geschlossen

Unser Ziel ist, die Lebensgrundlage für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in unseren Gemeinden zu verbessern. Dieses läßt sich mit Hecken, Alleen, Saumbiotopen an Feldern, Streuobstwiesen und der Schaffung von Feuchtflächen in der Landschaft erreichen - im anzustrebenden Fall sind diese naturnahen Lebensräume untereinander vernetzt. Die Heckenbiotope in Aschheim und Kirchheim nördlich des Abfanggrabens laufen jedoch fast ausschließlich in Nord-Süd-Richtung, abgesehen vom "Biotop Abfanggraben" selbst und vom Umfeld des Speichersees. Wir wollen, inbesondere der Tierwelt, Möglichkeiten schaffen, sich in diesen Biotopen geschützt zu bewegen und zu wandern. Dafür werden "Querverbindungen" in Ost-West-Richtung benötigt, die die Biotope netzwerkartig an einigen Stellen verbinden. Wir suchen dazu weitere Ideen, Möglichkeiten und Unterstützung bei den hiesigen Bauern und Grundbesitzern, den beiden Gemeinden, den Bürgermeistern, den Gemeinderäten. Moderne ökologische Untersuchungen zeigen den großen Nutzen solcher verbundenen Strukturen in der Natur. Auch das Schließen größerer Lücken in den bestehenden Heckenbiotopen wollen wir vorantreiben - Schäden, die zum Teil verursacht wurden durch natürliche Ausfälle und durch starke landwirtschaftliche Nutzung mit immer größer werdenden Maschinen. Alles zusammen ein machbares Ziel unserer lokalen Arbeit mit Nutzen für die Gemeinden und alle ihre Bewohner.